Kulinarisches Essen und Trinken nach Region

In Kolumbien unterscheiden sich die Essgewohnheiten und Hauptnahrungsmittel nicht allzu sehr von denen der Europäer. Ein kolumbianisches Frühstück bilden frischer Fruchtsaft, Kaffee, Brot, Eier und Früchte. Das Mittagessen ist den Familien heilig und findet in der Zeit zwischen 12.00 und 14.00 Uhr statt. Hauptnahrungsmittel sind Fleisch, vor allem Huhn und Rindfleisch, aber auch Schwein, sowie Reis, Maisfladen, Kochbananen, Kartoffeln und Gemüse. In einigen Landesteilen gilt etwa Meerschweinchen („Cuy“) als Delikatesse. Auch frittierte Riesenameisen („Hormigas“) gehören zu den Spezialitäten. Sie sind sicherlich nicht jedermanns Geschmack, sie zu kosten ist allemal eine interessante Erfahrung. Suppe und Eintopf gehören in Kolumbien überall als preisgünstige Sattmacher dazu. Sehr beliebt ist auch die „Salsa de Aji“, eine landestypische Pfeffersauce, die zu vielen Gerichten gereicht wird. Gerichte mit Fisch und Meeresfrüchten („Mariscos“) dominieren in den Küstenregionen: es sind diejenigen Nahrungsmittel typisch, welche die Natur der jeweiligen Region den Menschen zum Leben bietet. Ein Dessert nach der Hauptmahlzeit ist durchaus an der Tagesordnung, meist Kompott aus regionalen Früchten oder Erzeugnisse aus Milch mit süßem Sirup. Im Restaurant werden 10% Trinkgeld als Faustformel angesehen, wenn sie nicht ohnehin bereits in den Rechnungsbetrag einbezogen wurden.

Landestypische Getränke

Was wäre ein tropisches Land ohne Rum? Vor allem an der Küste passt der ausgezeichnete kolumbianische Rum einfach maßgeschneidert in das Bild malerischer Sandstrände am karibischen Meer. Doch in Kolumbien schmeckt darüber hinaus nicht nur das Bier, dass dort 1889 zum ersten Mal von einem Deutschen eingeführt und gebraut wurde, sondern auch der berühmte Zuckerrohrschnaps „Aguardiente“, der gemeinsam mit dem Kaffee „Tinto“ das Nationalgetränk der Kolumbianer ist. Der Aguardiente schmeckt wie typischer Aperitif und Digestif in allen südlichen Ländern nach Anis und Kräutern. Er ist sehr bekömmlich und wird so ziemlich zu allen Gelegenheiten getrunken. In den Gebirgsregionen wird der Zuckerrohrschnaps mit heißem Kaffee vermischt und je nach Belieben mit einer Prise Zimt variiert. Wie die Italiener ihren Espresso genießen die Kolumbianer ihren „Tinto“, einen kleinen Kaffee, meist gesüßt und ebenso wie in Italien wird der schwarze Kaffee über den Tag verteilt häufig und gerne getrunken. Kolumbien ist eines der größten Exportländer erstklassiger Kaffeesorten. Eine weitere landestypische Spezialität ist „Chocolate con queso“: ein süßer, sehr gehaltvoller Kakao, zu dem traditionell eine Scheibe Käse gereicht wird.