Geschichte

Kolumbien hat eine bewegte Geschichte und wurde durch die Jahrhunderte von Krisen und kriegerischen Auseinandersetzungen geschüttelt. Antike Funde weisen auf eine Besiedlung des Landes bereits um 3000 vor Christus hin. Im Jahre 1494 teilte Papst Alexander VI. Südamerika zwischen Spanien und Portugal auf. Kolumbien fiel an Spanien. Im Zuge der spanischen Besiedelung und Missionierung nahm das Christentum Einzug in den Kontinent: auch heute noch sind bis zu 90 Prozent der Bevölkerung in Kolumbien katholischen Glaubens. Zudem ist Spanisch bis heute die Amtssprache geblieben. Christoph Kolumbus wird als Namensgeber des Landes geführt. Er war allerdings nicht derjenige, der die lateinamerikanische Region entdeckt hat; vielmehr erfolgte die Namensgebung dem großen Entdecker Amerikas zu Ehren.

Geschichte von Kolumbien

Kolumbien anno dazumal

Im frühen 16. Jahrhundert bildeten sich kleine Staaten: um 1543 entstanden die Vizekönigreiche Neuspanien und Peru. 1717 schließlich lösten sich Kolumbien und Ecuador von letztgenanntem und schlossen sich zunächst mit Venezuela zum Vizekönigreich Neugranada zusammen. Seither folgten unzählige Bestrebungen nach Befreiung, die 1819 endgültig unter der Führung des berühmten Simón Bolívar erfolgreich waren: seine Armee hatte die Spanier besiegt und damit den Weg in die Unabhängigkeit Kolumbiens bereitet. Es dauerte noch bis 1824, ehe sich die Spanier zu Gänze aus Südamerika zurückzogen. Daraufhin entstand aus Kolumbien, Ecuador und Venezuela das so genannte Großkolumbien, zu dem später Bolivien und Peru hinzutraten. Doch schon einige Jahre später – 1832 – erwies sich die Konföderation als untauglich und zerbrach. Das Ergebnis waren die heutigen Nationalstaaten. Kolumbien wurde 1861 zur Republik ausgerufen.

Geschichte der Neuzeit

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam es in Kolumbien erneut zu kriegerischen Auseinandersetzungen, die als „Krieg der 1000 Tage“ in die Geschichte eingingen. Auch in der Folgezeit lieferten Konservative und Liberale immer wieder Anlass für bürgerkriegsartige Zustände, bis sie sich 1957 auf die Bildung einer Nationalen Front einigen konnten. In den Siebziger Jahren wurde Kolumbien von erneuter Gewalt erschüttert, die von den Machenschaften der Drogenkartelle lanciert waren. In den frühen 90-er Jahren gelang es der Regierung, mit der Reform der Justiz energischer gegen den Terror vorzugehen und eine Verfassung zu erreichen, die unter anderem ethnischen Minderheiten mehr Rechte einräumt. Seit 2010 ist Juan Manuel Santos Präsident Kolumbiens.