Die Kultur in Kolumbien

Kolumbien ist vielschichtig von unterschiedlichen Einflüssen der Zeitgeschichte und der Religionen geprägt. So wurden in der so genannten präkolumbianischen Zeit Tempel gebaut, um den Göttern zu huldigen, im Mittelalter hielten die Europäer und das Christentum Einzug in das Land und beeinflussten es damit bis heute nachhaltig. Zu erkennen ist das unter anderem auch an den katholisch geprägten Feiertagen wie zum Beispiel dem Dreikönigstag (06. Januar) und Allerheiligen (1. November) sowie den höchsten christlichen Festen Ostern und Weihnachten. Während der Kolonialzeit wurden Sklaven aus afrikanischen Ländern nach Kolumbien verschleppt. Die heutigen Kolumbianer sind meist Nachfahren der unterschiedlichen Verbindungen von Europäern, Sklaven afrikanischer Herkunft und der indigenen Bevölkerung. Obwohl sie gemessen an der Gesamtbevölkerung nur einen Anteil von etwa 3,2 Prozent haben, prägen die indigenen Volksgruppen das exotische Bild Kolumbiens. Besonders Indios tragen nach wie vor die wunderschöne farbenfrohe Kleidung – Wickelkleider, Ponchos und Hüte aus Filz, die in liebevoller Handarbeit selbst gefertigt werden. Ansonsten sind die Bürgerinnen und Bürger des Landes eher europäisch gekleidet, insbesondere in den größeren Städten.

Bräuche

Auch der Begrüßungsritus unterscheidet sich nicht wesentlich von dem in Deutschland und Mitteleuropa üblichen Gruß des Händeschüttelns und des höflichen einander Vorstellens unter Fremden. Das Händeschütteln ist dazu unter Bekannten und Freunden eher ein Brauch der Männer während Frauen sich auf die Wange küssen. Die herzliche Umarmung ist der Familie und engen Freunden vorbehalten. Die Grußformeln sind ebenfalls altbekannt: „¡Buenos días!“ (Guten Tag) und „¡Adiós!“ (Auf Wiedersehen). Die herzliche Gastfreundschaft ist in Kolumbien ebenso selbstverständlich wie das Beherrschen guter Umgangsformen, Höflichkeit und Respekt füreinander.

Kulturhochburg Bogotá

Als Kulturmetropole gilt die Hauptstadt Bogotá, die um die 7 Millionen Einwohner beherbergt und im Gebiet der kolumbianischen Anden liegt. Dort sind zahlreiche renommierte Universitäten angesiedelt sowie Museen unterschiedlicher Stilrichtungen und es gibt viele Baudenkmäler zu besichtigen. Besonders empfehlenswert ist ein Besuch des „Museo de Oro“, das eine Sammlung von Weltrang ausstellt: Goldkunstwerke aus präkolumbischer Zeit. Und anschließend lädt ein Besuch im Simón Bolívar Park zum Entspannen und Verweilen ein. Kolumbien hat einige international bekannte Poeten, Literaten, Maler und Bildhauer hervorgebracht und bietet ein facettenreiches Kunsthandwerk.