Bogotá und Umgebung

Ballett, Oper, Theater, Ausstellungen verschiedener Genres, pure Lebensfreude und herzliche Gastfreundschaft: Bogotá hat hinsichtlich Kunst und Kultur ein breites Repertoire zu bieten. Auch ein Blick auf die Peripherie der Metropole ist überaus lohnenswert und schnell wird klar, dass eine Reise allein bei Weitem nicht ausreicht, um einen Gesamteindruck dieses wunderschönen und abwechslungsreichen Landes zu gewinnen.

In und um Bogotá

Bogotá „von oben“ ist einen Ausflug wert: Eine Seilbahn führt auf den Cerro Montserrat. Aus 3.200 Metern Höhe vermittelt die Perspektive einen eindrucksvollen Blick über die Stadt. Mit dem Hauptverkehrsmittel Kolumbiens, dem Bus, gelangen Einheimische und Reisende in alle Teile des Landes. In Bogotá gibt es das TransMilenio-Netz, eine Art Straßenbahnnetz in Form von Bussen. In bestimmten Stadtgebieten fahren kleinere Busse. Haltestellen und Verbindungen ähneln dem europäischen System des innerstädtischen Schienenverkehrs. Im Vergleich dazu ist TransMilenio kostensparender, steht jedoch bei Umweltschützern aufgrund der Belastung durch Emissionen in der Kritik. Tickets sind recht erschwinglich und auch angesichts zahlreicher Haltestellen halten die Busse gewöhnlich dann, wenn der Fahrtwunsch per Handzeichen signalisiert wird.

Aus Bogotá führen die meisten Verbindungen in das Umland und die Regionen Kolumbiens. Im Umkreis von 50 Kilometern liegt im Norden das historisch bedeutende Zipaquirá, das mit einem Sonderzug, dem „Turistren“ zu erreichen ist. Die Sehenswürdigkeiten Zipaquirás bestehen unter anderem in zahlreichen archäologischen Fundstücken und einer unterirdischen Salzkathedrale. Zu den heiligen Orten der Muisca, die bis 1600 weite Teile Kolumbiens beherrscht haben, gehört die touristisch bedeutende Laguna de Guatavitá, die von Bogotá etwa 60 Kilometer entfernt im Nordosten liegt. Bei der Laguna de Guatavitá handelt es sich um einen See, in dem die Muisca-Herrscher ihrer Gottheiten zu Ehren wertvolle Goldschätze darbrachten. Einige wertvolle Stücke konnten geborgen werden und sind heute im Museo de Oro in Bogotá ausgestellt.

Für Sonnenhungrige und Wellenreiter gibt es eine etwas zeitaufwändigere Busverbindung nach Santa Marta, der Hauptstadt des Departamento del Magdalena an der karibischen Küste mit Blick auf die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada. Wer in diesem facettenreichen Land zwischendurch Sandstrände, Korallenriffe, Palmen und Meer vermisst, wird trotz der langen Fahrt dorthin mehr als belohnt. Wer hingegen Ruhe wünscht, besucht das charmante „La Villa de San Miguel de las Guaduas“.